Heidelberg-Wien

Etappe 1 – Wiesloch-Wien

Unsere erste Etappe war sozusagen als Test-Etappe geplant. Wir wollten direkt von Zuhause starten und außerdem die Möglichkeit haben, unsere Ausrüstung zu testen. Vor allen Dingen unsere 10 kg Technik, mit der wir die Live-Berichterstattung im Internet machen wollten . Heute ist das alles kein Problem mehr. Aber 2001 gab es kaum Internetcafés, geschweige denn großartige Speichermedien für Digitalbilder. Aus dem Grund hatten wir den Laptop mit einem Modem dabei. Und es hat geklappt, wir haben während der einjährigen Weltreise insgesamt 34 Reiseberichte mit Bildern auf deutsch und englisch geschickt.

Daten zur 1. Etappe:

Strecke: Wiesloch (Heidelberg) – Wien
Start: 1. April 2001, Marktplatz Wiesloch, 12 Uhr
Verlauf: Heidelberg, Neckar-Radweg, Jagst und Kocher-Radweg, weiter zur Altmühl, ab Regensburg Donau-Radweg nach Wien
Ankunft: 22. April, 19 Uhr
Kilometer: 1093 km

Bei Schneefall und Temperaturen weit unter null Grad radelt Beate Steger gen Wien

Beate Steger auf dem Donau-Radweg im April 2001, Weltreise mit Rad und Laptop

Unser Start am 1. April 2001 war allerdings ein bisschen zu früh gewählt. Das Wetter war an den ersten drei Tagen hervorragend, um dann in hundsmiserabel zu wechseln. Wir waren nach diesen ersten Sonnentagen ausschließlich bei Regen und Schnee unterwegs und waren dabei natürlich auch die ersten und einzigen Gäste auf den Campingplätzen. Dafür hatten wir dann die sanitären Anlagen für uns ganz alleine, allerdings bei einer Kälte, die man nicht wirklich sucht, denn geheizt war eher nicht.

Im Nachhinein erwies sich dieser früher Start mit dem schlechten Wetter als Segen: Wir haben das Durchhalten gelernt. Durch die Berichterstattung im Internet und die „Begleitung“ mit regelmäßigen Interviews durch SWR3 hätten wir nie im Leben aufgegeben und sind einfach tapfer weiter geradelt.

Bei dieser Etappe waren wir noch richtig im Fieber, Reiseberichte über unsere Fortschritte und Erlebnisse zu verfassen. Insgesamt sechsmal haben wir uns bei den Newsletter-Lesern und im Internet gemeldet. Und dabei waren die Bedingungen mehr als schlecht. Wir hingen oft mit dem Modem an Telefonleitungen, die uns von freundlichen Campingplatz-Besitzern oder Restaurant-Angestellten zur Verfügung gestellt wurden. Jedes erfolgreiche Verschicken eines Newsletters wurde von uns ausgiebigst gefeiert.

Und am schönsten waren die Rückmeldungen per Mail oder in unserem Gästebuch. Unsere Leserinnen und Leser haben uns immer wieder Mut gemacht, weiter durchzuhalten und Schnee, Regen und Kälte zu trotzen. Hier einige Beispiele aus dem Gästebuch, was uns im April 2001 so erreicht hat:

Hallo Talulah und Tawanda, Familie Eichinger aus Rettigheim/Mühlhausen wünscht Euch ein schönes, sonniges Osterfest!!!! Wir bewundern Euch für Euren Mut und wünschen Euch auf Eurer Tour alles erdenklich GUTE!!! Es mögen Euch viele schöne Dinge begegnen.Die Berichte sind so optimistisch geschrieben , sie bleiben hoffentlich so. Macht es weiterhin gut. Tschüß, Familie Eichinger

Wirklich gut aufgemachte Seite! Informativ, persönlich, kurze Ladezeiten. Was ich so interessant finde ist die Möglichkeit, wie Ihr den daheimbleibenden Mitreisenden gestattet an Eurer Tour teilzunehmen. Mit besten Grüßen, Jürgen Batscheider

Hallo Ihr Zwei! Alles erdenklich Gute wünsche ich Euch aus Köln ! Ich habe gerade Euer Interview auf SWR3 gehört. Einfach klasse, was Ihr auf die Beine gestellt habt … Beim Betrachten Eurer Bilder habe ich schon eine Krokodilsträne aus dem Augenwinkel gewischt, denn so etwas habe ich auch immer gerne machen wollen .. aber nie mit der selben Energie betrieben wie Ihr. Ich abonnier‘ jetzt Euren Newsletter und wünsche Euch viel Glück und besseres Wetter als zu Zeit auf Eurer Fahrt. Paßt auf Euch auf! Have fun !!!!!!! Peter

Ich muß wirklich sagen, RESPEKT!!! Auch ein Lob an eu´re Internetseite!!! Noch viel Spaß und denkt immer dran, „keine Gnade, für die Wade“, Euer Simon

Hi Mädels, wünsche Euch eine gute Fahrt und nicht zu viel Regen. Wenn man im Büro sitzt und rausschaut sieht das Wetter immer schlimmer aus, als es dann tatsächlich ist, wenn man gut ausgerüstet) draußen on tour ist. Irgendwann wird außerdem alles wieder trocken. Also ich würde gerne tauschen…. Gute Fahrt… Claus Scherer

Wilfried Lenuweit: Hallo, ihr beiden mutigen Mädchen, zufällig hörte ich euer SWR-Interview und war als „Alt-Radler“ (immerhin schon 51!) gleich begeistert. Tolle Idee mit der Weltreise und dem Internet. Mein Sohn Götz musste mich jetzt endlich in die Geheimnisse von Internet und E-mail einführen (Stöhn), damit ich eure Reise von Zeit zu Zeit verfolgen kann. Ich drücke euch alle Daumen, auch wenn ich nur zwei habe. Also haltet schön durch, gebt niemals auf und denkt immer daran, dass auf Kälte und Regen immer Wärme und Sonnenschein folgen muss. Euer Fan aus Adelsheim

 hier geht es gleich zum ersten Bericht