Jakobsweg Spanien

2. Etappe: Jakobsweg Spanien

Von diesem Jakobsweg in Spanien hatten wir von irgendjemandem gehört, leider weiß ich nicht mehr, von wem. Es fing so langsam damit an, dass dieser fantastische Pilgerweg immer bekannter wurde. Was wir natürlich nicht wissen konnten war, dass als wir gestartet sind, sich Hape Kerkeling vier Wochen nach uns auch auf diesen Weg machen würde und ihn dann mit seinem Buch „Ich bin dann mal weg“ in Deutschland richtig bekannt machen würde. Wir haben ihn also leider nicht getroffen.

Einige Jahre nach der Weltreise bin ich den Jakobsweg zu Fuß gegangen, weil ich für mich festgestellt habe, dass ich diesen Weg auf jeden Fall zu Fuß gehen möchte. Auch Carol war mittlerweile schon mehrmals auf den Jakobswegen in Spanien zu Fuß unterwegs. Das kann natürlich jeder handhaben wie er will. Für mich war klar, mit dem Rad ging mir das pilgern zu schnell (obwohl wir auf der Weltreise mit Rad gar nicht so flott unterwegs waren ;-).

Hier ruhen die Gebeine des heiligen Apostels Jakobs der Ältere

Die Kathedrale in Santiago de Compostela in Nordspanien ist das Ziel der Pilger auf dem Jakobsweg.

Strecke: Pamplona – Santiago de Compostela (Jakobsweg in Spanien)
Start: 2. Mai 2001
Verlauf: Alternativroute für Radfahrer von Pamplona nach Santiago de Compostela – teilweise auf dem original Camino (camino ist spanisch für Weg)
Ankunft: Samstag, 19. Mai, 19.00 Uhr vor der Kathedrale in Santiago de Compostela
Kilometer: 845 km
Gesamtfahrtzeit: 64,5 Stunden
Kilometer seit 01.04.2001: 1.942 km

Beate Steger schraubt die Pedale an den Rädern wieder an

Nachdem wir die Räder einigermaßen unbeschadet am Sperrgepäckschalter bekommen haben, müssen sie wieder fahrtauglich gemacht werden

Das erste mal stand Fliegen auf dem Programm unserer Weltreise. Mein lieber Scholly, fürs fliegen sind Räder ja nun mal nicht gemacht. Wir hatten das übliche Programm durchgezogen, Sattel ab, Pedale ab, Lenker quergestellt und etwas Luft raus aus den Reifen. Und dann beten, dass die Räder als jeweils ganzes Teil wieder ankommen.

Unser Tarif umfasste pro Person ein Rad und ein Gepäckstück.

Die Packtaschen haben wir zusammengefasst und in Mülltüten verpackt, damit es nur jeweils ein Gepäckstück gibt.

Da wir pro Person nur ein Gepäckstück (das Rad wurde als Sperrgut aufgegeben) haben durften, haben sowohl Carol als auch ich ihre Packtaschen in einer Mülltüte zusammengefasst und das ganze mit viel Klebeband umwickelt. Wir waren vor jedem Flug so beschäftigt, dass wir schon mindestens vier Stunden vor Abflug am Flughafen waren. Und jedes Mal waren wir froh, wenn wir mit fahrtauglichen Rädern und allem Gepäck den Flughafen wieder verlassen durften. Die Frage dann war nur, wie? Auf normalen Straßen ging das kaum, zu viele Autos. In Spanien nahmen wir den Zug in die Stadt Barcelona.

Doch davon mehr im ersten Bericht vom Jakobsweg in Spanienhier.

Und auch während dieser Etappe haben wir tolle Kommentare in unserem Gästebuch bekommen:

Hallo T & T, ja das ist doch wirklich verrückt mit diesem Wetter, gestern bei Eurem Abflug nach Spanien hattet ihr ja den strahlendsten Sonnenschein. Ich möchte Euch zu Eurer Hompage und den locker fröhlichen Berichten gratulieren. Durch Zufall hörten mein Mann und ich auf einer Autofahrt Euer Interview im SWR. Wir sind in besonderem Maße aufmerksam für das Thema Weltreise, da auch unser Sohn am 1. April 2001, ebenfalls um 12:00 Uhr vom Kölner Dom aus zu einer (allerdings 4-jährigen) Weltreise gestartet ist. Seine Reise kann man ebenfalls im Internet verfolgen. Ich werde Eure Reise mit Spannung und Interesse weiter verfolgen und Euch auch mal wieder schreiben. Ich finde Euch jungen Leute schon recht mutig. Ich wünsche Euch auf jeden Fall recht viel Glück und auch Freude. Seid ganz herlich gegrüsst von Brunhilde Pfeifle.

Hallo Talulah & Tawanda, ihr zwei unternehmungslustige Frauen! Finde eure Weltreise und wie ihr das mit dem Internet aufzieht Klasse! Auch eure Berichte sind erfrischend! Wollte euch eigentlich schon beneiden (fahre gerne bergauf!!!) aber nicht sooooo bepackt! Begreife, dass ihr mal einen Berg auslaesst – wenn immer möglich. Gönnt euch für die ausgelassenen Steigungungen mal eine gute Massage, soll Wunder wirken gegen schmerzende Wädli und Oberschenkel! Weiterhin viel Spass, Naben- und Speichenbruch! Take care! Ursi

Hallo Ihr zwei, ich muss schon sagen, wenn man Eure Reiseberichte liest (und Ihr nicht gerade in Spanien seid oder Euch über den Regen in Wien ärgert), kriegt man schon Lust, Urlaub zu machen. Und dass man gerade in Irland, was für mich bisher immer wegen des schlechten Wetters überhaupt gar nicht in Frage kam, dann den Frühling genießen kann, hätte ich nicht gedacht. Ich wünsch Euch, dass Ihr weiter soviel Glück mit dem Wetter habt. Viel Spaß noch, Marlies

Hallo Talulah und Tawanda! Habe gerade mit grösstem Interesse Eure Reiseberichte gelesen und bin ganz fasziniert. Grandiose Idee und tolles Engagement für einen Traum der Weltreise. Viele, auch ich, haben einen solchen Traum den die meisten die ihn träumen nie verwirklichen. Ihr tut es gerade und das finde ich grandios. Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Glück für Eure nächsten Etappen.Hermann

Hallo Beate (Tawanda), ich habe gerade zum ersten Mal eure Reiseberichte gelesen und war total gefesselt! Sie sind absolut lebendig und lustig verfasst. Ich freue mich auf weitere Berichte von eurer Tour. Machts beide gut und bleibt gesund, Viele Grüße von Judith

P.S.: Auf meiner neuen Seite www.pilgerwissen.de gebe ich übrigens jede Menge Hilfe und Tipps, falls Sie selber einen Jakobsweg gehen oder einfach sonst pilgern möchten. Und eine interaktive Packliste zum generieren gibt es dort auch.